ChangingTimes – Klassik und Jazz


Das Projekt ChangingTimes widmet sich in verschiedenen Besetzungen der Verbindung älterer und neuerer Kunstmusik. Eine besonders interessante Herausforderung ist dabei die unterschiedliche musikalische Herkunft der Ensemblemitglieder aus Jazz, Klassik und der Rockmusik.

Duo ChangingTimes – Saxophon und Klavier/Orgel

Stefanie Jürgens & Axel Bernhardt

Das Duo mit dem Saxophonisten Axel Bernhardt und der Organistin und Pianistin Stefanie Jürgens spielt Werke aus den Bereichen Klassik und Jazz. Die beiden Musiker aus dem Bodenseekreis verbinden in ihrem Programm scheinbar gegensätzliche musikalische Welten.

Kompositionen von J.S. Bach stehen neben Stücken des Tango-Erneuerers Astor Piazzolla, Jazz-Legende Duke Ellington steht neben Maurice Ravel oder Modest Mussorgsky. Ein besonderes Anliegen des Duos sind außerdem Werke, die aus sich heraus schon diese eigentlich nicht hörbare Grenze überwinden wollen. Es entsteht dabei kein Crossover, die Genres werden nicht vermixt. Bach bekommt keine Swing-Attitüde und auch die Jazz-Stücke werden in ihrer eigenen Klangsprache dargeboten.

ChangingTimes-Quartett: Toccata, Milonga und Fuge

ChangingTimes-QuartettWerke des Tango-Revolutionärs Astor Piazzolla und seines großen Vorbilds Johann Sebastian Bach bilden das aktuelle Programm des Ensembles ChangingTimes-Quartett. Der Saxophonist Axel Bernhardt aus Heiligenberg ist Initiator und Arrangeur der Gruppe, deren weitere Musiker mit der Pianistin Stefanie Jürgens (Uhldingen-Mühlhofen), dem Gitarristen Thomas Güttinger (Sigmaringen) und dem Kontrabassisten Klaus Füger (Ravensburg) ebenfalls aus der Region kommen.  

Das Klanggefüge des Ensembles ist weder typisch für die Musik des Barock noch für den Tango, es stammt vielmehr aus der Jazz-Ära der 1960er Jahre. Die Kompositionen von Bach und Piazzolla nehmen durch die klangliche Entfremdung keinen Schaden, sondern zeigen in dieser neuartigen Begegnung, welches besondere Format sie haben. Das Quartett hat den Anspruch, die Werke dieser Komponisten in ihrer Eigenheit angemessen darzustellen und sie trotz des anderen Klanggewandes nicht in ihrer Substanz zu verbiegen.  

Die Verbindung zwischen Bach und Piazzolla ist direkter, als es auf den ersten Blick scheinen mag. Hier der Kirchenmusiker, dort der Tango-Spieler, der seine Karriere im zwielichtigen Nachtleben von Buenos Aires begann. Piazzolla spielte nicht nur Bachs Werke furios auf seinem Bandoneon. Er komponierte auch hoch anspruchsvolle Fugen und verlangte diese seinen Ensembles ab. Diese Werke übertreffen sicher nicht Bachs Meisterschaft, aber sie haben immer jenen eigenen Ton, an dem man große Komponisten sofort erkennt. Und sie entfachen auch in der altehrwürdigen musikalischen Form der Fuge ein neuartiges Feuer, das dem Altmeister Bach bestimmt Freude gemacht hätte. 

Unsere erste CD, aufgenommen im Herbst 2012, ist in den nächsten Tagen als CD erhältlich. Bei Interesse senden Sie uns bitte einfach eine E-Mail.